Liquid Loft: Coal Mine Birds © Michael Loizenbauer

tanz ist im Juni: Klang – Bewegung - Raum

11. bis 14. Juni 2026

Liquid Loft und PHACE - Ensemble für Neue Musik, erforschen im Rahmen des Projektzyklus „Soirée Dansante“ Formate zwischen Choreografie, Rauminstallation und Musiktheater. Der Zyklus widmet sich der Beziehung von Klang, Bewegung und Raum. Mit „Coal Mine Birds“, dem dritten Teil des Zyklus, setzen sie ihre Arbeit an einem zeitgenössischen Musiktheater jenseits traditioneller Opernformen fort.


Liquid Loft and PHACE - Ensemble for New Music, are exploring formats between choreography, spatial installation and musical theatre as part of the ‘Soirée Dansante’ project cycle. The cycle is dedicated to the relationship between sound, movement and space. With Coal Mine Birds, the third part of the cycle, they continue their work on contemporary music theatre beyond traditional opera forms.

Programmübersicht

Performances

Film

Workshop

 

Performances

Fr 12. und Sa 13. Juni 2026, 20.30 Uhr / Bühne

Liquid Loft: Coal Mine Birds © Michael LoizenbauerLiquid Loft: Coal Mine Birds © Michael Loizenbauer

Liquid Loft < > PHACE (AT)

Coal Mine Birds

Wenn ihr Lied verstummte, bestand Lebensgefahr
 

Vor langer Zeit waren sie die Seismografen für Gefahren. Die Kanarienvögel in den Kohlebergwerken. Kippte der Vogel in seinem Käfig um, war Giftgasalarm, und die Kumpel mussten eiligst den Weg ins Freie suchen. Heutzutage sind es die Kunstschaffenden, die das Ungewisse der nahen Zukunft und deren Bedrohungen präziser erahnen können als die meisten von uns.

Bei tanz ist sind es die Tänzer:innen von Liquid Loft und die Musiker:innen von PHACE - Ensemble für Neue Musik, die den Begriff „canary in the coal mine” als Metapher für ihre Musik- und Tanzperformance verwenden. Klang, Bewegung und Raum fusionieren zu einem faszinierenden Kunstwerk, in dem Musik, Tanz und Visuals miteinander verschmelzen, wobei der ernste Hintergrund immer wieder durchscheint, ohne sich aufzudrängen.

„Coal Mine Birds“ ist eine weitere Kooperation mit Liquid Loft, Künstlerische Leitung Chris Haring. Eine spezielle Fassung für den Dornbirner Spielboden wird erarbeitet.

Dauer: 60 Minuten

Long ago, they were the seismographs for danger. The "canaries in the coal mine". If the bird in its cage tipped over, it was a poison gas alarm, and the miners had to hurry to find their way to the open air. Nowadays, it is artists who can sense the uncertainty of the near future and its threats more accurately than most of us.

At tanz ist, it is the dancers of Liquid Loft and the musicians of PHACE - Ensemble für Neue Musik who use the term “canary in the coal mine” as a metaphor for their music and dance performance. Sound, movement, and space merge into a fascinating work of art in which music, dance, and visuals blend together, with the serious background shining through again and again without imposing itself.

‘Coal Mine Birds’ is another collaboration with Liquid Loft, artistic director Chris Haring. A special version is being developed for the Dornbirn Spielboden.

Liquid Loft:
Tanz und Choreografie: Katharina Meves, Dante Murillo, Verena Herterich, Hannah Timbrell, Jackson Carroll. Künstlerische Leitung und Choreografie: Chris Haring, Komposition und Soundkonzept: Andreas Berger, Licht Design und Scenografie: Thomas J. Jelinek, Company Management: Cornelia Lehner, Produktion: Judith Thaler, Stage Management: Roman Harrer, Kostüme: Stefan Röhrle, Social Media: Valentina Diaz, Texte: Stefan Grissemann

PHACE:
Manuel Alcaraz Clemente (Schlagwerk), Alexandra Dienz (Kontrabass), Mathilde Hoursiangou (Klavier/ Keyboard), Walter Seebacher (Klarinette(n)) und Roland Schueler (Cello), Künstlerische Leitung: Reinhard Fuchs, Produktion: Markus Bruckner, PR & Social Media: Michael Eder

Komponist:innen:
Simon Steen Andersen, Alessandro Baticci, Andreas Berger, Jérôme Combier, François Sarhan und Agata Zubel

Tickets_12.6. Tickets_13.6.


Liquid Loft < > PHACE (AT)

Liquid Loft < > Phace: Coal Mine Birds © Michael LoizenbauerLiquid Loft: Coal Mine Birds © Michael Loizenbauer

Liquid Loft und PHACE - Ensemble für Neue Musik, erforschen im Rahmen des Projektzyklus „Soirée Dansante“ Formate zwischen Choreografie, Rauminstallation und Musiktheater. Der Zyklus widmet sich der Beziehung von Klang, Bewegung und Raum. Mit „Coal Mine Birds“, dem dritten Teil des Zyklus, setzen sie ihre Arbeit an einem zeitgenössischen Musiktheater jenseits traditioneller Opernformen fort, mit Kompositionen von Simon Steen Andersen, Alessandro Baticci, Andreas Berger, Jerome Combier, François Sarhan und Agata Zubel.

Künstlergespräch und Film

Do 11. Juni 2026, 19.30 Uhr / Kino

Liquid Loft: Stranger Then Paradise © Chris HaringLiquid Loft: Stranger Then Paradise © Chris Haring

Liquid Loft

Stranger Than Paradise

Ein futuristisches Kammerspiel für acht Performer:innen und eine investigative Kamera. In „Stranger Than Paradise“ ist der mobile Spiegel die zentrale filmische Metapher. Er produziert manieristische Zerrbilder und weckt die Sehnsucht, in sein finsteres Wunderland zu stürzen, wie einst Lewis Carrolls Alice oder Jean Cocteaus todessehnsüchtiger Dichter. In der kritischen Selbstbespiegelung verschwimmen malerisch die Farben und Formen.

Regie: Chris Haring, Idee/Konzept: Liquid Loft, Kamera/Schnitt: Michael Loizenbauer, Komponist/Sound Konzept: Andreas Berger, Produktion: Marlies Pucher, Tänzer:innen: Luke Baio, Stephanie Cumming, Dong Uk Kim, Dante Murillo, Katharina Meves, Anna Maria Nowak, Arttu Palmio, Hannah Timbrell, Licht: Thomas Jelinek, Requisite: Roman Harrer.

Dauer: 46 Minuten, Österreich 2021 

Workshop

Sa 13. und So 14. Juni 2026, jeweils 13.00 bis 15.00 Uhr

Naishi Wang © Hans Michael LenzNaishi Wang © Hans Michael Lenz

势 SHI: Schwung, Potenzial, Fluss

Workshop mit Naishi Wang (CAN/CHN) in Kooperation mit netzwerkTanz

Zum ersten Mal unterrichtet der chinesisch- kanadische Tänzer/Choreograf Naishi Wang in Österreich beim tanz ist Festival.
 

Shi ist eine somatische und konzeptuelle Bewegungspraxis, die vom chinesischen ästhetischen und kampfkunstbezogenen Konzept 势 (Shi) inspiriert ist. Dieses wird oft mit Schwung, Potenzial oder Fluss übersetzt und beschreibt den energetischen Zustand, der einer Handlung vorausgeht und Bewegungen auf natürliche Weise entstehen lässt. Ausgehend von den Traditionen der chinesischen Kampfkunst, Kalligraphie, Malerei und Philosophie bezieht sich SHI nicht auf Kraft oder Anstrengung, sondern auf einen unsichtbaren Rhythmus, der Form, Raum und Wahrnehmung organisiert. Bei dieser Praxis arbeiten die Teilnehmenden mit einem schnellen Metronom bei 180 BPM im 4/4-Takt. Sie beginnen mit sanften, sich wiederholenden Kniebewegungen und ruhiger Atmung und steigen dann in einen kontinuierlichen 10-minütigen Bewegungszyklus ein. Dieser wird mehrmals mit kurzen Pausen wiederholt. Mit der Zeit wandert das Mikro-Hüpfen allmählich durch den Körper – von den Knien zu den Hüften, der Wirbelsäule, den Schultern und Armen –, wobei die rhythmische Kontinuität erhalten bleibt. So kann sich die Bewegung durch Gewichtsverlagerung, subtile Gleichgewichtsveränderungen und innere Empfindungen organisch verschieben. Anstatt Schritte oder Choreografien zu lernen, werden die Teilnehmer:innen eingeladen zu beobachten, wie sich durch Wiederholungen Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Verkörperung verändern, wie Schwung ohne bewusste Entscheidung entsteht und wie sich der Körper durch Zuhören statt durch Kontrolle neu organisiert.

Der Workshop ist sowohl für Tänzer:innen als auch für Laien zugänglich und fungiert als erprobte Form der Improvisation und verkörperten Meditation. Es ermöglicht eine tranceartige Erfahrung, die körperlich einfach, aber wahrnehmungsmäßig tief ist. In dieser Erfahrung wird Rhythmus zur treibenden Intelligenz und Bewegung entsteht eher aus inneren Zuständen als aus äußeren Formen.

Naishi Wangs CV: Tanzausbildung an der University of the Arts, der Beijing Dance Academy und der School of Toronto Dance Theatre. Er war von 2007 bis 2015 Tänzer im Toronto Dance Theatre und arbeitete von 2015 bis 2016 als Tänzer und Co-Choreograf bei der Kompanie Christopher Winkler in Berlin. Seit 2017 erarbeitet er eigene Produktionen, die in Kanada, den Niederlanden und Deutschland gezeigt wurden. 2022 war er mit „Face To Face” erstmals beim tanz ist Festival in Österreich zu sehen.

Kursort: Tanzraum, Annagasse 5, 6850 Dornbirn, 
Kursgebühr: € 50,- / € 40,- ermässigt
Datum: Sa 13. und So 14. Juni 2026, 13.00 bis 15.00 Uhr
Anmeldung: office@tanzist.at

Festivaladresse

Spielboden Kulturveranstaltungs GmbH
Färbergasse 15 | Rhombergs Fabrik | A 6850 Dornbirn
T 0(043)5572 21933 | F - 44
E spielboden@spielboden.at
www.spielboden.at


Preiskategorien

Eintritt: € 20,-
Ermäßigt: € 18,- (Spielboden-Mitglieder, Ö1-Club-Mitglieder,
Raibaclub-Mitglieder und Raiba-Mitglieder, 360 Grad Card)
Schüler / Studenten: € 15,-

Kino: Eintritt frei beim Film "Stranger Than Paradise" von Liquid Loft.

 


Online Karten

Online Kartenverkauf
www.ntry.at

Online Kartenreservierung
www.spielboden.at


Kartenvorverkauf

Dornbirn Tourismus
Rathausplatz 1 | A 6850 Dornbirn
T 0(043)5572 22188
F 0(043)5572 31233
E tourismus@dornbirn.at

Sämtliche Raiffeisenbanken in Vorarlberg


© Verein tanz ist, Gerbergasse 30, 6850 Dornbirn.
Künstlerische Leitung: Günter Marinelli. E-Mail: office@tanzist.at
Organisation, Kuration und Kunstvermittlung:  Aiko Kazuko Kurosaki. E-Mail: aiko@tanzist.at
ZVR-Zahl 959944413

Land Vorarlberg  BKA Kunst  Dornbirn Kultur