tanz ist zeitgenössischer Tanz

Festival f√ľr zeitgenössischen Tanz, Performance und Kunst.


10. bis 19. Juni 2010
Spielboden Dornbirn, Austria


Was Kunst muss.


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PROGRAMMVORSCHAU



DO 10., SA 12., MI 16. und SA 19. Juni 2010


20.00 Uhr / Foyer

GOLFPLATZ

Golf
© tanz ist

G√ľnter Marinelli

meeting the point

Golf im Foyer ab 20.00 Uhr.

Beim Golfen gilt es einen sehr kleinen Ball, mit einer viel zu kleinen Schlagfl√§che, zu treffen. Die Schlaggeschwindigkeit eines durchschnittlichen Schlages betr√§gt ca. 190km/h. Der Golfschwung gilt als der zweitschwerste Bewegungsablauf im Sport. Treffmoment: Ein Mund dient als Abschussrampe f√ľr einen Golfball. Jetzt entscheidet sich alles. Alle Fehler im R√ľck- und Durchschwung werden jetzt offensichtlich. Steht die Schlagfl√§che senkrecht zur Ziellinie? Wird der Ball sauber getroffen oder treffen sie ihn zu d√ľnn oder zu fett? Oder wird gar der Protagonist erschlagen?

Eintritt: frei


Donnerstag, 10.Juni 2010


20.30 Uhr / B√ľhne

TANZ / PERFORMANCE / INSTALLATION / MUSIK ‚Äď Festivalpremiere

Lailai
© Michel Cavalca

COMPAGNIE 7273 / Laurence Yadi, Nicolas Cantillon

LA√Ź LA√Ź LA√Ź LA√Ź

Das tanzen √ľber dem Abgrund‚Ķ
Das Projekt entstand aus dem Wunsch der Kompanie ihr eigenes Bet√§tigungsfeld zu √ľbertreffen, und mit Musikkomposition und Gesang zu experimentieren. Dabei wird eine gewisse Form von Unschuld als verbessernder Grundsatz von Entwicklung aufrechterhalten.
Die Performance beginnt mit Folkmusik. Gitarre und Gesang, der an den Singsang eines Schamanen erinnert um die guten Geister aufzufordern, zur√ľckzukehren.
Ein wei√üer Teppich scheint √ľber einem Abgrund zu schweben, auf dem sich drei Wesen befinden: drei Hieroglyphen, drei intermedi√§re Wesen, drei monstr√∂se Vertreter eines vergessenen Territoriums, die eine Geschichte erz√§hlen, die auch die des Publikums ist. Sie spielen, wispern sich Geheimnisse zu, drehen sich wie Puppen in einem Leierkasten.
Jeder ist auf seinem Weg der Tr√§ger einer Maske, die, wie man f√ľhlen kann, eine Abwesenheit bedeckt. In der Ferne sind die Echos eines parallelen Lebens zu h√∂ren, ein bellender Hund, der Ton eines Jagdhornes.
Mit der psychologischen Macht von Kost√ľmen wird eine Art R√ľckkehr zu den Urspr√ľngen erreicht, wie das auch Tr√§ume tun. Der Zuschauer badet in einer Form von traumhaftem Bewusstsein. Lai Lai Lai Lai spricht auch von einer anderen Welt, die tats√§chlich zur√ľckgezogen aber noch verbunden ist mit der Welt, die Trennung und Anderssein versammelt um schlussendlich wieder Einheit hervorzubringen.

Eine Meisterleistung an Präzision, Kreativität und Können.

K√ľnstlerische Leitung: Laurence Yadi, Nicolas Cantillon
Kollaboration: Alexandre Joly, Régis Marduel.
Interpretation: Laurence Yadi, Nicolas Cantillon, Gildas Diquero, Régis Marduel.
Lichtdesign: Jean-Philippe Roy
Licht: Ian Durrer
Kost√ľme: Mathilde Gallay Keller, Maria Galvez
Gitarre & Gesang: Nicolas Cantillon
Musikarrangements: Alexandre Joly
K√ľnstlerische Begleitung: Graziella Jouan

Produktion: Compagnie 7273 (Suisse-France) 2008

Eintritt: ‚ā¨ 20,- / 18,- erm√§√üigt
Sch√ľler / Studenten: ‚ā¨ 15,-
Festivalpass f√ľr s√§mtliche Veranstaltungen ‚ā¨ 50,- / 45,-



Samstag, 12. Juni 2010


20.30 Uhr / B√ľhne

TANZ

Romances
© Michel Cavalca

COMPAGNIE 7273 / Laurence Yadi, Nicolas Cantillon

ROMANCE-S - √Ėsterreichpremiere

Sie stehen einander gegen√ľber im Zentrum der B√ľhne und strahlen pl√∂tzlich einen stillen Schrei aus, der dennoch in der gegenseitigen √Ąu√üerung ohrenbet√§ubend ist und die Saat von Unbehagen legt.
Der dauerhafte Blick aufeinander schafft einen dramatischen Raum, da er die Entfernung zwischen den beiden verstärkt, als ob Entfernung nichts anderes wäre als aufgeschobene Nähe. Mit seismografischer Präzision und einer feinen Wechselwirkung ist es immer der Körper von einem, der den Körper des anderen in Bewegung bringt, wobei sich das Gleichgewicht der Macht ständig bewegt.
Zuweilen scheint es, dass die T√§nzer zwischen den Rollen der Beute und des Raubfischs abwechseln, k√§mpfend f√ľr das √úberleben und ihr Territorium verteidigend‚Ķ

Ein Meisterwerk an Präzision und tänzerischer Kraft.

Konzept, Choreografie, Interpretation: Laurence Yadi, Nicolas Cantillon
Lichtdesign: Patrick Riou
Licht : Ian Durrer
Kost√ľme: Olga Kondrachina
K√ľnstlerische Begleitung: Graziella Jouan, Karelle M√©nine

Produktion: Compagnie 7273 (Suisse-France) 2009

Eintritt: ‚ā¨ 20,- / 18,- erm√§√üigt
Sch√ľler / Studenten: ‚ā¨ 15,-
Festivalpass f√ľr s√§mtliche Veranstaltungen ‚ā¨ 50,- / 45,-



Mittwoch, 16. Juni 2010


20.30 Uhr / B√ľhne

TANZ / PERFORMANCE

Liz
© Blaschke

Liz King und Georg Blaschke

Your Dancer

Liz King, 62 j√§hrige T√§nzerin und Choreografin, mit bewegter Geschichte, als Pionierin des √∂sterreichischen Tanzes, beauftragt Georg Blaschke f√ľr sie ein Solo zu kreieren.
Sie möchte seine Tänzerin sein.
Zahlreiche Gespr√§che, Interviews und ein Sammeln von dokumentarischen Materialien erm√∂glichen eine biografische Positionierung einer Pers√∂nlichkeit, die die gesamte Bandbreite √∂ffentlicher Exponiertheit als weibliche K√ľnstlerin erfahren und verarbeitet hat. Der publizierten Liz King steht der intime und sensible Privatraum gegen√ľber.
Im Proberaum, der Körper.
Ein Erinnerungsdepot von tänzerischer Technik, Mutterschaft und von somatischen Transformationsprozessen.
Georg Blaschke bleibt so dicht wie möglich an diesem Körper dran, deutet Artikulationen und räumliche Tendenzen neu, positioniert den Körper als aktuelles und essentielles Geschehen.
Die choreografische Struktur folgt einer Logik der Selbstwahrnehmung. Selbstwahrnehmung als Werkzeug zur Differenzierung von Bewegung und deren Repräsentation im Raum.

Die rhetorische Ebene der Performance bringt Facetten einer Persönlichkeit zum Ausdruck, die somatische Ebene exponiert einen Körper.

Idee: Liz King & Georg Blaschke
K√ľnstlerische Leitung: Georg Blaschke
Interpretation: Liz King
Licht Design: Peter Thalhamer

Produktion: D.ID - Dance Identity


PAUSE


ca. 21.30 / B√ľhne

Gottfarb
© Michael Loizenbauer

Alexander Gottfarb

Political Movements, PART 2

Political Movements betrachtet und untersucht, inwiefern Ideologien verkörpert sind, sowohl individuell als auch in der Masse. Als Ausgangspunkt dienen Propagandafilme, Dokumentationen politischer Bewegungen, journalistische Photographie und Amateurjournalismus. Es untersucht die Qualität und Interpretation der Bewegungen, evoziert auf gleicher Ebene das kulturelle Bildgedächtnis und beschreibt sehr subtil und präzise die Vorgänge in einem ideologischen Umfeld.

Die Grundlage der Arbeit bildet die Verkörperung von Macht. Die Darstellung erfolgt in aktueller, zeitgenössischer Choreographie des 21. Jahrhunderts.

Alexander Gottfarb war als T√§nzer bei Chris Haring/liquid loft schon √∂fters im Spielboden zu Gast. Mit dieser brennend aktuellen Arbeit zeigt er bei tanz ist zum ersten Mal seine eigene k√ľnstlerische Kraft.

Konzept, Choreografie, Tanz: Alexander Gottfarb
Choreografie, Tanz: Agnieszka Dmochowska, Nanina Kotlowski, Charlotta Ruth
Musik: Albin Paulus
Licht: Peter Thalhamer
Dramaturgie: Nathalie Koger

Produktion: Archipelago, imagetanz10/brut Wien, D.ID Dance Identity

Eintritt: ‚ā¨ 20,- / 18,- erm√§√üigt
Sch√ľler / Studenten: ‚ā¨ 15,-
Festivalpass f√ľr s√§mtliche Veranstaltungen ‚ā¨ 50,- / 45,-




Samstag, 19. Juni 2010


20.30 Uhr / B√ľhne

TANZ

Geckos
© kulturvision

Company Elio Gervasi

Geckos

Die Geckos der Tanzcompany Gervasi

Die Grundlage der Idee f√ľr diese Arbeit bilden die nachaktiven, possierlichen aber auch r√§uberischen Schuppenkriechtiere. Der Zuschauer findet sich wieder, in einem Terrarium der individuellen Gef√ľhlswelten.
Geckos sp√ľrt grunds√§tzlichen Fragen und Fragmenten nach wie: Wo findet das Leben statt? Bin ich st√§ndig auf der Suche? Beobachten ‚Äď agieren? Manipuliere ich? Werde ich manipuliert?
All diese Fragen werden in dieser Arbeit zu einer eigenen neuen Realit√§t welche durch die Resonanz der Gef√ľhle erlebbar wird.

Die Geschwindigkeit und tänzerische Kraft bei Geckos ist atemberaubend.

Choreografische Leitung: Elio Gervasi
Tanz und Choreografie: Leonie Wahl, Salvatore La Ferla, Kenia Bernal Gonzalez
Musik: Albert Castello
B√ľhnenbild/Kost√ľme: Ricardo Cosendey
Licht: Markus Schwarz
Dramaturgie: Peer Rohrsdorf
Externe Rauminstallation: Ricardo Cosendey

Produktion: Company Gervasi 2009

Eintritt: ‚ā¨ 20,- / 18,- erm√§√üigt
Sch√ľler / Studenten: ‚ā¨ 15,-
Festivalpass f√ľr s√§mtliche Veranstaltungen ‚ā¨ 50,- / 45,-




FESTIVALRAHMENPROGRAMM


Montag, 14. und Dienstag 15. Juni 2010


19.00 bis 21.00 Uhr / Proberaum

WORKSHOP

Gottfarb Portrait
© Gottfarb

Alexander Gottfarb


Die Klasse beginnt mit einem Aufw√§rmen, wo wir uns auf das Atmen und die Circulation konzentrieren. Im zweiten Teil analysieren wir Bewegungen ‚Äď k√∂rperlich und theoretisch.
Wie kommt es, dass wir einige Bewegungen und Positionen interpretieren können und andere nicht? Auf welche Weise können wir uns körperlich verändern um Bewegungen und Haltungen zu lesen?

Der Intensivworkshop richtet sich an professionelle Tanzschaffende und Amateure mit solider Ausbildung.

Alexander Gottfarb ist in Stockholm geboren. Dort schlie√üt er 2003 seine Ausbildung in der ‚ÄěBalett Akademien‚Äú ab. Im selben Jahr kam er nach Linz und trat der x.IDA postgraduate Company bei. Seither arbeitet er in √Ėsterreich und Slowenien, u. a. mit Elio Gervasi, Rose Breuss, Iztok Kova√® und Chris Haring. Er gilt als brillanter Techniker mit einer unverwechselbaren Ausdrucks- und Interpretationskraft.

Workshopgeb√ľhr: ‚ā¨ 60,- / 50,- erm√§√üigt


Freitag, 18. Juni 2010


20.30 Uhr / Kino

FILM

Burningpalace
© liquid loft

Mara Mattuschka / Chris Haring

Burning Palace

Eine B√ľhne, Marmors√§ulen, der rote Vorhang schlie√üt sich. ‚ÄěYou only have a split second of a pose to multiply your transgression.‚Äú Wie eine provokante Handlungsanleitung klingt dieser erste Satz, der die Er√∂ffnungssequenz einleitet: das Spiel von f√ľnf Figuren, verstrickt in erotischem Innuendo, mehr Schein als Sein: Die pornographischen Posen sind lediglich in ihrem Schattenwurf sexuell interpretierbar. Tats√§chlich im glei√üenden Licht: f√ľnf ProtagonistInnen, die sich aufw√§rmen f√ľr eine Nacht im Hotel ‚ÄěBurning Palace‚Äú.

Nach Legal Errorist, Part Time Heroes und Running Sushi zeigen wir 2010 den neuen Film von Mara Mattuschka und Chris Haring.

Regie, Idee: Mara Mattuschka / Chris Haring
Dauer: 32 Minuten

Sixpackfilm 2009

Eintritt: ‚ā¨ 5,- / 3,- erm√§√üigt




FESTIVALADRESSE UND KARTENVORVERKAUF


Spielboden Kulturveranstaltungs GmbH
Färbergasse 15 | Rhombergs Fabrik | A 6850 Dornbirn
T 0(043) 5572 21933
F 0(043) 5572 21933 - 44
E spielboden@spielboden.at
http://www.spielboden.at/

Kartenkauf online: www.v-ticket.at
Kartenreservierung beim spielboden

Kartenvorverkaufsstelle

Dornbirn Tourismus
Rathausplatz 1 | A 6850 Dornbirn
T 0(043)5572 22188
F 0(043)5572 31233
E tourismus@dornbirn.at
http://www.tiscover.at/dornbirn



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